Der Adler und ich

Veröffentlicht am 30. Oktober 2026 um 20:31

Eine Begegnung, die ich nie vergessen werde

Manche Begegnungen versteht man erst viele Jahre später.

Manchmal passieren im Leben Dinge, die im ersten Moment völlig unscheinbar wirken. Erst viele Jahre später erkennt man, welche Bedeutung sie eigentlich hatten.

Bei mir war es ein ganz gewöhnlicher Spaziergang durch Waidhofen an der Thaya.

Ich hatte damals meine Wohnung dort bekommen und war einfach ein bisschen in Waidhofen unterwegs. Ohne bestimmtes Ziel, ohne etwas zu suchen.

Irgendwann entdeckte ich in einer kleinen, versteckten Seitengasse ein Geschäft.

Ich kann bis heute nicht erklären, warum, aber irgendetwas zog mich dort hinein.

Also ging ich hinein.

Und plötzlich stand er vor mir.

Ein Adler.

Ich weiß noch, dass ich ihn anschaute und sofort wusste: Den brauche ich!

Es war keine lange Überlegung. Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob er in meine Wohnung passt oder ob ich ihn wirklich brauche.

Und ganz bestimmt war mir in diesem Moment der Preis egal.

Mein einziger Gedanke war: Egal, wie viel er kostet, dieser Adler kommt mit mir nach Hause.

Warum ich damals so empfunden habe, kann ich bis heute nicht wirklich erklären.

Aber eines weiß ich: Ich habe diese Entscheidung nie bereut.

Ein Begleiter durch viele Lebensabschnitte

Seit diesem Tag begleitet mich dieser Adler.

In den darauffolgenden Jahren hat sich in meinem Leben vieles verändert. Ich bin umgezogen, habe neue Wege eingeschlagen und unterschiedliche Lebensabschnitte durchlebt.

Manche Dinge habe ich zurückgelassen. Andere wurden irgendwann unwichtig.

Aber bei einem war ich mir immer sicher:

Mein Adler zieht mit.

Es war mir völlig egal, wie groß oder klein die nächste Wohnung war. Für ihn musste ein Platz gefunden werden.

Vielleicht war er für andere einfach nur eine schöne Adlerfigur.

Für mich war er schon damals etwas Besonderes.

Ein Stück Beständigkeit in einem Leben, in dem sich vieles verändern kann.

Und was ich damals noch nicht ahnen konnte: Eines Tages würde dieser Adler in meiner eigenen Praxis stehen.

Direkt neben dem Platz, an dem ich heute mit meinen Klienten zusammensitze und meine Impulskreise stattfinden.

Aber bis dahin sollte noch einiges geschehen.

Ein Bild, das mehr ausdrücken sollte als tausend Worte

Meine Mama malt schon seit vielen Jahren leidenschaftlich gerne. Und ich finde, sie hat wirklich ein außergewöhnliches Talent dafür.

Irgendwann hatte ich in meiner Küche einen freien Platz an der Wand.

Ich wusste ziemlich schnell, dass ich dort ein Bild haben wollte. Und genauso schnell wusste ich, was darauf zu sehen sein sollte.

Ein Adler. Natürlich ein Adler.

Also bat ich meine Mama, mir einen zu malen.

Sie fragte mich, wie ich ihn mir denn vorstelle.

Soll er sitzen? Soll er stehen? Soll er fliegen? Vielleicht mit weit ausgebreiteten Flügeln?

Ich musste ihr sagen, dass ich keine Ahnung hatte.

Wie er dargestellt werden sollte, war mir vollkommen egal.

Ich wusste nur eines: Es muss ein Adler sein.

Doch dann kam eine Frage, auf die ich eine ganz klare Antwort hatte.

„Wie soll er denn schauen?“

Und ich sagte zu ihr sinngemäß:

„Mama, die Leute, die es gut mit mir meinen, sollen den Adler anschauen und sagen: Wow, ist der schön! Der schaut so beschützend aus.

Und die Leute, die es schlecht mit mir meinen, sollen ihn anschauen und sagen: Mah, der schaut aber böse!“

Das war mein Wunsch.

Ich wollte einen Adler, der nicht einfach nur schön aussieht.

Einen Adler, der Stärke ausstrahlt. Der beschützen kann. Der aber auch zeigt, dass Stärke und klare Grenzen zusammengehören.

Ein Tattoo, das keines wurde

Während meine Mama an dem Bild arbeitete, sagte ich immer wieder:

„Mama, wenn du den Adler so malst, dass er für mich passt, dann lasse ich ihn mir tätowieren!“

Das war damals tatsächlich mein Plan.

Ich wollte diesen Adler auf meiner Haut tragen.

Und als ich das fertige Gemälde zum ersten Mal sah, war ich einfach nur begeistert.

Wow!

Er war wunderschön.

Genau so, wie ich ihn mir gewünscht hatte, obwohl ich vorher selbst nicht erklären konnte, wie er aussehen sollte.

Für mich war klar: Das wird mein Tattoo.

Doch als ich schließlich die Zeit gehabt hätte, mir den Adler tätowieren zu lassen, kam plötzlich ein anderer Gedanke.

Nein. Diesen Adler lasse ich mir nicht tätowieren. Mit dem muss ich etwas anderes machen.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was dieses Andere sein sollte.

Aber ich hatte das Gefühl, dass dieses Bild noch eine andere Bedeutung bekommen würde.

Also blieb es bei dem Gemälde.

Und heute bin ich froh darüber.

Denn das Bild meiner Mama hängt mittlerweile in meiner federSTARK®-Praxis.

Und zwar an einem ganz besonderen Platz.

Wenn die Praxistür offen steht, schaut der Adler gewissermaßen aus der Praxis hinaus. Man kann ihn sogar schon von außerhalb erkennen.

Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke, welchen Blick ich mir damals von meiner Mama gewünscht habe.

Heute ist es genau dieser Adler, der aus meiner Praxis nach draußen blickt.

Und damit ist seine Geschichte noch lange nicht zu Ende.

Als aus einer persönlichen Geschichte meine Marke wurde

Viele Jahre lang haben mich Adler begleitet.

Der erste Adler, den ich damals ganz spontan in Waidhofen gekauft hatte.

Und später das wunderschöne Gemälde meiner Mama, das ursprünglich einmal ein Tattoo werden sollte.

Als ich schließlich begann, meine eigene Praxis zu gründen, musste ich über vieles nachdenken.

Wie soll meine Praxis heißen? Was möchte ich damit ausdrücken? Wofür soll sie stehen?

Aber eine Entscheidung stand für mich von Anfang an fest.

Mein Logo muss ein Adler sein.

Und nicht irgendeiner.

Ich wollte, dass mein Logo eine Verbindung zu dem Adler hat, den meine Mama für mich gemalt hatte.

Deshalb schaut der Adler auf meinem federSTARK®-Logo in exakt dieselbe Richtung wie der Adler auf ihrem Gemälde.

Das ist kein Zufall und auch keine rein gestalterische Entscheidung.

Es ist eine ganz bewusste Verbindung zwischen meiner persönlichen Geschichte und meiner heutigen Arbeit.

Aus einem Bild, das ursprünglich auf meiner Haut landen sollte, wurde ein Teil meiner eigenen Marke.

Warum mich Adler so faszinieren

Was mich am Adler schon immer besonders beeindruckt hat, ist sein unglaublicher Weitblick.

Wenn er hoch oben am Himmel seine Kreise zieht, kann er seine Umgebung aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.

Er muss nicht ständig hektisch hin und her fliegen.

Er kann sich von der Luft tragen lassen, beobachten und den Überblick behalten.

Und dann kommt dieser eine Moment.

Wenn er sein Ziel erkennt, kann er aus großer Höhe in einen rasanten Sturzflug übergehen.

Innerhalb kürzester Zeit wird aus dem ruhigen Kreisen eine unglaublich schnelle, gezielte Bewegung.

Sein Körper ist dafür geschaffen, diese enormen Kräfte auszuhalten.

Und genau diese Verbindung fasziniert mich.

Ruhe und Entschlossenheit. Weitblick und Zielstrebigkeit. Leichtigkeit und Stärke.

Für mich steckt darin auch eine Botschaft für unser eigenes Leben.

Wir müssen nicht immer sofort reagieren. Nicht immer sofort eine Antwort haben oder eine Entscheidung treffen.

Manchmal dürfen wir erst einmal Abstand gewinnen, uns einen Überblick verschaffen und die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten.

Und manchmal kommt der Moment, in dem wir wissen, was wir wollen.

Dann dürfen wir mutig sein, eine Entscheidung treffen und unseren eigenen Weg gehen.

Zwei Adler, eine Geschichte und ein neuer Weg

Wenn ich heute meine federSTARK®-Praxis betrete, sind meine beiden Adler immer noch da.

Mein allererster Adler steht direkt neben meinem Platz.

Dort, wo ich mit meinen Klienten zusammensitze, Gespräche führe und meine Impulskreise stattfinden.

Er hat mich durch viele Lebensabschnitte begleitet. Und jetzt ist er ein Teil meines beruflichen Alltags.

Der Adler meiner Mama hängt ebenfalls in der Praxis.

So, dass sein Blick bei geöffneter Tür sogar nach draußen reicht.

Und auf meinem Logo lebt genau diese Verbindung weiter.

Manchmal finde ich es selbst erstaunlich, wie sich manche Dinge im Leben zusammenfügen.

Damals bin ich ohne bestimmtes Ziel durch Waidhofen spaziert und habe in einer versteckten Seitengasse einen Adler entdeckt.

Später hat meine Mama einen Adler für mich gemalt, den ich mir eigentlich tätowieren lassen wollte.

Und viele Jahre danach wurde aus diesem Bild ein Teil meiner eigenen Marke.

Aus einem Adler wurde ein Begleiter. Aus einem Gemälde wurde ein Symbol. Und aus einer persönlichen Geschichte wurde federSTARK®.

Vielleicht war es Zufall.

Vielleicht habe ich manchen Dingen aber auch schon lange eine Bedeutung gegeben, bevor ich selbst wusste, wohin mein Weg führen würde.

Eines weiß ich jedenfalls ganz sicher:

Der Adler war schon ein Teil meines Lebens, lange bevor federSTARK® einen Namen hatte.

Und heute erinnert er mich jeden Tag daran, was mir wichtig ist.

Wenn du heute meine Praxis betrittst, begegnen dir nicht nur meine beiden Adler. Du begegnest auch einem Stück meiner Geschichte.

Mit federleichter Stärke durchs Leben.